Das Leben ist nicht immer Glitzerwasser

Das Leben ist nicht immer Glitzerwasser. Es darf auch ruhig mal etwas trüber und dunkler sein.

In meinem vorherigen Beitrag hab ich ja über die Magie der Rauhnächte geschrieben und das diese Zeit perfekt geeignet ist, um sich mit sich selber zu beschäftigen. Es ist eine Zeit der Ruhe und der Stille. Eigentlich. In unser heutigen, auf Leistung getrimmten Zeit und in einer Zeit, in der wir ständig im Stress stehen, haben wir das anscheinend vergessen. Unsere Vorfahren waren sich dessen noch bewusst. Sie lebten im Einklang MIT der Natur. Wenn sich die Natur zurückzog, um Kraft für das kommenden Jahr zu sammeln, machten die Menschen das auch. Sie nutzen diese Zeit ganz bewusst.

Heute leben wir GEGEN sie. Die Natur ist nicht mehr unser Verbündeter, wir behandeln sie eher wie unseren Feind. Ständig rennen wir der Zeit hinterher und wundern uns, warum die Jahre gefühlt immer kürzer werden. Wir denken, wir sind der Nabel der Welt und alles muss sich uns unterordnen. Nun, dass dem nicht so ist, diese Quittung bekommen wir ja gerade. Wir leben nicht mehr bewusst, sondern unterwerfen uns Terminen und allen möglichen unwichtigen Dingen, aber unsere Bedürfnisse vergessen wir dabei total.

Erst vor ein paar Tagen hatte ich ein sehr gutes Gespräch mit einer meiner ältesten und besten Freundin. Wir haben schon viel gemeinsam erlebt und durchgestanden. Ich weiß nicht, ob es am Alter oder an der Jahreszeit liegt, vielleicht aber auch an beidem. Wie gesagt, diese Jahreszeit ist ja perfekt geeignet, um mal in sein Innerstes zu schauen. Dabei haben wir festgestellt, dass das Leben nicht immer glitzert, oder das Glas halb voll ist. Es darf auch mal halb leer sein. Es ist wichtig, sich seinen Schatten zu stellen. Nur so kann man sie erkennen, bearbeiten und etwas verändern.

Es ist aber auch wichtig, dass man das erkennt und nicht vor seinem halbleeren Glas mit trüben Wasser stehen bleibt. Nimm Dir die Zeit, hinterfrage auch Gegebenheiten. Nur weil alle etwas schon immer so machen, heißt es nicht, dass Du es machen musst und das es richtig ist. Höre auf Deine Intuition und Deine innere Eingebung. Auch das haben wir verlernt. Auf unser Gefühl zu hören. Oft tun wir Dinge oder sagen Ja zu etwas, obwohl sich ein ungutes Gefühl in unserer Bauchgegend breit macht.

Das Bauchgefühl oder Deine innere Intuition. Ja, auf dieses Gefühl sollten wir wieder lernen zu hören. Das bedeutet aber auch mal gegen den Strom zu schwimmen. Ich weiß aus Erfahrung, dass das nicht immer einfach ist. Aber es gibt Dir ein gutes Gefühl und, was ich noch wichtiger finde: Du kannst Dich ohne schlechtem Gewissen im Spiegel betrachten.

Deswegen ist mein Tipp, gehe einfach mal öfter in die Natur. Schau Dir an, was in der Natur passiert. Versuche wieder eine Verbindung zur Natur zu bekommen. Komme zur Ruhe und lege den Fokus mehr auf Dich und Deine Bedürfnisse. Höre auf Dein Bauchgefühl, sage auch mal Nein und dann….. glitzert es vielleicht auch wieder.

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