Was ist dran an den Geschichten über die Hypnose – mein Erfahrungsbericht
Heute möchte ich von meinen eigenen Erlebnissen berichten und vielleicht kann ich so bei dem ein oder anderen seine Zweifel oder Vorurteile gegenüber der Hypnose bei Seite räumen.
Seit 2007 litt ich an einer Allergie auf sämtliche Blütenpollen, die das ganze Jahr in der Gegend rumflogen. Es kam ohne Vorwarnung von heute auf morgen und es war, als ob ein kleines Männchen in meinem Immunsystem einen Schalter umlegte und meinem Körper befahl, ab jetzt sofort auf alle Pollen mit triefender Nase und tränenden Augen zu reagieren.
Zu allem Übel kam dann sehr starke Atemnot und im Laufe der Jahre Kreuzallergien auf Lebensmittel dazu. Für mich bedeutete dies keine Äpfel, Tomaten, Karotten, Nüsse und zum Schluss auch sämtliches Kernobst. Das Wartezimmer der Haut- und Lungenärzte wurde im Frühjahr zu meinem zweiten Zuhause. Mit der Zeit hatte ich sämtliche Therapien durch und irgendwann auch keine Lust mehr auf Cortison Spray, Antihistaminika und Nasenspray.
Dann bist du so verzweifelt, dass du wirklich jede Hilfe in Anspruch nimmst und nach jedem Strohhalm greifst. Das war der Zeitpunkt, als ich zur Hypnose kam.
In unserem damaligen Tauchclub gab es einen Informationsabend über Hypnose. Ein befreundeter Mittaucher Keith A. Minehart, ein ausgebildeter Hypnose Master, Coach und Mitglied im Deutschen Verband für Hypnose, leitete diesen Infoabend.
Dieser Abend machte mich neugierig auf die Chancen, die anscheinend hinter den Hypnosen stehen. In einem sehr interessanten Vortrag erzählte uns Keith wissenschaftlich fundierte Fakten und beantwortete sehr geduldig jede Frage der Teilnehmer. Er erzählte uns, dass wir einen entspannten Trancezustand jeden Tag erleben und dies eigentlich ganz normal ist, z.B. wenn wir ein spannendes Buch lesen, beim Autofahren oder bei Zugfahrten. Der Unterschied zwischen einer Hypnose und einer Trance ist, dass man bei der Hypnose durch einen erfahrenen Hypnotiseur ganz bewusst in diesen Zustand geführt wird.
Im Anschluss an diesen Vortrag konnten wir uns noch in eine Kurzhypnose bringen lassen. Spätestens hier wurde dann auch der letzte Skeptiker überzeugt, denn jeder stellte fest, dass man alles um sich herum wahrnimmt und man jederzeit die Hypnose abbrechen kann.
Ich entschloss mich daraufhin einen Termin für eine Sitzung auszumachen. Es gelang mir sehr schnell, nach einem ausführlichen Erstgespräch, mich zu entspannen. So konnten wir an den Auslösern meiner Allergien arbeiten. Innerhalb von nur einer Sitzung war ich meine Allergien los. Klingt unglaubwürdig? Ist aber tatsächlich bei mir so gewesen.
Ich benötigte ein Jahr später noch eine Nachbehandlung, doch ich bin jetzt, knapp fünf Jahre später, immer noch beschwerdefrei und benötige keinerlei Medikamente.
Für mich war diese eigentliche „Notlösung“ das Beste was mir passieren konnte. Es ist natürlich sehr wichtig, einen seriösen und fachlich kompetenten Hypnotiseur an seiner Seite zu haben.
Um nochmal auf meinen einleitenden Satz zurück zu kommen; dadurch, dass ich meine Allergien so „einfach“ losgeworden bin, ist die Hypnose für mich sowohl Zauber als auch Realität. Es ist schön zu wissen, dass die meisten Lösungen in uns stecken und wir sie nur finden müssen…. manchmal auch mit Hilfe eines anderen.