Heute, am 23.09. ist ein besonderer Tag. Es ist Herbst-Tag-und-Nachtgleiche. Tag und Nacht sind exakt gleich lang, der Sommer endet und der Herbst beginnt. Für mich ist dies ein Moment, einfach mal wieder inne zu halten und auch Danke zu sagen. Danke für all das, was mich umgibt und für alle, die an meiner Seite sind.
Menschen, die so denken wie ich, die mich verstehen, ohne das ich mich erklären muss. Das habe ich in der letzten Zeit aber auch anders erlebt. Viele werden immer aggressiver und legen jedes Wort auf die Goldwaage. Ein gutes Beispiel ist ein satirisches Bild von einem Wahlplakat, welches ich gepostet hatte. Ich fand es lustig und es hat meine Haltung widergespiegelt, nicht alles zu glauben, sondern auch Dinge zu hinterfragen. Ach ja, nennt man das nicht Querdenken? Aber auch dieser Begriff ist mittlerweile so negativ behaftet, dass ich ihn mich gar nicht auszusprechen traue.
Aber zurück zu diesem besagten Bild. Ich habe mich schon auf Reaktionen eingestellt. Die meisten meiner Freunde fanden es tatsächlich witzig, aber es gab auch Reaktionen, die mich schon ein bisschen geschockt haben. So wurde ich tatsächlich gleich in die rechte Ecke gedrückt, nur weil ich an der aktuellen Regierung Kritik in Form eines satirischen Bildes geübt habe. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Warum passiert das? Warum kann ich in einer angeblichen Demokratie nicht meine Bedenken äußern, ohne das ich gleich in eine Schublade verfrachtet werde?
Ich glaube, dass hat auch sehr viel mit dem Einfluss der Medien und der Politik zu tun. Hier wird jegliche Kritik und ein Hinterfragen sofort verteufelt, so dass man lieber ruhig ist und alles hinnimmt. Ich möchte hier aber gar nicht zu politisch werden. Mir geht es eigentlich um die Frage, was macht diese Zeit mit uns, wie sehr lassen wir uns beeinflussen und vor allem, wie weit gehen wir??
Vielleicht ist es auch mal an der Zeit innezuhalten und über die eigene Haltung nachzudenken. Ich vergleiche das immer mit einem galoppierendem Pferd von dem ich abspringe. Das Pferd ist die jeweilige Situation und springe ab, das Pferd (in dem Fall die Situation) galoppiert weiter und ich nehme mich erstmal raus und kann das Ganze mit Abstand betrachten.
Nehmen wir uns doch alle mal raus aus dieser hektischen Zeit und widmen wir uns den Dingen, die wirklich wichtig sind. Sei dankbar. Wer dankbar ist, der ist meistens zufrieden und ruht in sich, ist ausgeglichen und erfüllt. Wer dankbar ist, ist reflektiert und kann Dinge differenziert wahrnehmen. Du lässt dich von der Panik und Hektik von außen vielleicht nicht so sehr mitreißen und schwimmst nicht in diesem Strudel mit.
Ein Ritual, welches ich mir angewöhnt habe um Dankbarkeit zu üben, ist jeden Abend den Tag zu reflektieren und bewusst für mindestens drei Dinge dankbar zu sein. Ich habe gemerkt, dass mir so viele Dinge bewusster werden und ich merke, was mir doch jeden Tag Gutes wiederfährt.