Zeit für ein bisschen Dankbarkeit

Heute, am 23.09. ist ein besonderer Tag. Es ist Herbst-Tag-und-Nachtgleiche. Tag und Nacht sind exakt gleich lang, der Sommer endet und der Herbst beginnt. Für mich ist dies ein Moment, einfach mal wieder inne zu halten und auch Danke zu sagen. Danke für all das, was mich umgibt und für alle, die an meiner Seite sind.

Menschen, die so denken wie ich, die mich verstehen, ohne das ich mich erklären muss. Das habe ich in der letzten Zeit aber auch anders erlebt. Viele werden immer aggressiver und legen jedes Wort auf die Goldwaage. Ein gutes Beispiel ist ein satirisches Bild von einem Wahlplakat, welches ich gepostet hatte. Ich fand es lustig und es hat meine Haltung widergespiegelt, nicht alles zu glauben, sondern auch Dinge zu hinterfragen. Ach ja, nennt man das nicht Querdenken? Aber auch dieser Begriff ist mittlerweile so negativ behaftet, dass ich ihn mich gar nicht auszusprechen traue.

Aber zurück zu diesem besagten Bild. Ich habe mich schon auf Reaktionen eingestellt. Die meisten meiner Freunde fanden es tatsächlich witzig, aber es gab auch Reaktionen, die mich schon ein bisschen geschockt haben. So wurde ich tatsächlich gleich in die rechte Ecke gedrückt, nur weil ich an der aktuellen Regierung Kritik in Form eines satirischen Bildes geübt habe. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Warum passiert das? Warum kann ich in einer angeblichen Demokratie nicht meine Bedenken äußern, ohne das ich gleich in eine Schublade verfrachtet werde?

Ich glaube, dass hat auch sehr viel mit dem Einfluss der Medien und der Politik zu tun. Hier wird jegliche Kritik und ein Hinterfragen sofort verteufelt, so dass man lieber ruhig ist und alles hinnimmt. Ich möchte hier aber gar nicht zu politisch werden. Mir geht es eigentlich um die Frage, was macht diese Zeit mit uns, wie sehr lassen wir uns beeinflussen und vor allem, wie weit gehen wir??

Vielleicht ist es auch mal an der Zeit innezuhalten und über die eigene Haltung nachzudenken. Ich vergleiche das immer mit einem galoppierendem Pferd von dem ich abspringe. Das Pferd ist die jeweilige Situation und springe ab, das Pferd (in dem Fall die Situation) galoppiert weiter und ich nehme mich erstmal raus und kann das Ganze mit Abstand betrachten.

Nehmen wir uns doch alle mal raus aus dieser hektischen Zeit und widmen wir uns den Dingen, die wirklich wichtig sind. Sei dankbar. Wer dankbar ist, der ist meistens zufrieden und ruht in sich, ist ausgeglichen und erfüllt. Wer dankbar ist, ist reflektiert und kann Dinge differenziert wahrnehmen. Du lässt dich von der Panik und Hektik von außen vielleicht nicht so sehr mitreißen und schwimmst nicht in diesem Strudel mit.

Ein Ritual, welches ich mir angewöhnt habe um Dankbarkeit zu üben, ist jeden Abend den Tag zu reflektieren und bewusst für mindestens drei Dinge dankbar zu sein. Ich habe gemerkt, dass mir so viele Dinge bewusster werden und ich merke, was mir doch jeden Tag Gutes wiederfährt.

Was will ich als schreibende, Müll suchende Waldhexe und Mama bewirken?

Das ist eine Frage, die mich schon länger beschäftigt. Was will ich bewirken, oder was will ich hinterlassen? Was bleibt von mir, wenn ich mal nicht mehr bin. Um ehrlich zu sein, hat diese Frage ein bisschen Panik in mir ausgelöst. Wer erinnert sich denn an mich? Natürlich meine Kinder und auch meine Enkelkinder, sofern ich das Glück habe, welche zu bekommen. Aber dann? Da musste ich an meine Uroma denken. Als sie mit 109 Jahren starb, waren erst zwei meiner drei Kinder auf der Welt und sie waren noch zu klein, um sich an sie zu erinnern. Ich erzähle ihnen des Öfteren von ihr, so bleibt sie auch mir in Erinnerung. Aber ich bin die letzte, außer meinem Papa, die sie kannte und die sich an sie erinnert.

Und dann kommt wieder dieser etwas panische Gedanke. Wer erinnert sich an mich und vor allem, an was erinnert man sich? Also, was ist meine Bestimmung, was ist mein Vermächtnis? Da kam die Challenge von Judith Peters genau richtig. Blog your Purpose. Jetzt konnte ich mich mal mit diesem unangenehmen Gedanken auseinandersetzen und all das Positive, das mich ausmacht, rausholen.

Was ist meine Bestimmung?

Ich denke mal, dass man nicht nur eine Bestimmung im Leben hat. Ich habe drei wunderbare Kinder. Also ist meine erste Bestimmung eine gute Mutter zu sein, meinen Kinder viel Liebe aber auch Werte mitzugeben. Ich wünsche mir, dass meine Kinder sich an mich, an eine liebende Mama erinnern und auch ihrerseits ihren Kindern die Werte und die Liebe mitgeben, die sie von mir erhalten haben.

Meine zweite Bestimmung ist die Liebe zur Natur. Seit 2019 gehe ich regelmäßig in die Natur zum Müllsammeln. Mit einer Freundin habe ich gemeinsam Saubere Sache – Tidy Nature gegründet. Wir sammeln den Müll anderer auf, organisieren Sammelaktionen und versuchen darauf aufmerksam zu machen, was der Müll in der Natur für Schaden anrichtet. 2022 haben wir bei einer Aktion unserer Stadt Augsburg den „Sauber ist in“ Preis gewonnen. Auch waren wir schon mit unserer Oberbürgermeisterin Eva Weber beim Müll sammeln und haben auf uns und unser Tun aufmerksam gemacht. Außerdem hängen wir Plakate auf und versuchen mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

Für mich ist das ein großes Anliegen. Ich kann nicht verstehen, dass man so fahrlässig mit unserer Natur umgeht und nicht sieht, dass wir keinen zweiten Planeten zur Verfügung haben. Es macht mich sehr traurig und nach so vielen Jahren kommt auch eine gewisse Resignation dazu. Ich sehe, dass sich in den Köpfen der meisten Menschen nichts ändert und wir diesen Planeten nicht mehr retten können. Nichts desto trotz höre ich nicht auf. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Aus Liebe zur Natur habe ich auch eine Ausbildung zur Aromatherapeutin und Natur- und Umweltpädagogin gemacht. Ich liebe es raus zu gehen, Kräuter zu sammeln, zu bestimmen und mit ihnen zu arbeiten. Die Natur hat uns so viel zu bieten. Wir müssen nur zuhören und achtsam mit ihr umgehen. Es ist ein Miteinander, ein Geben und ein Nehmen.

Der Wald ist mein absoluter Lieblingsort. Mein Kraftplatz. Hier bin ich ganz ich und hier kann ich mich erden. Ich versuche im Wald abzuschalten und nicht an Alltagsprobleme oder Probleme in der Welt zu denken. Mit meiner Handykamera folge ich meiner dritten Bestimmung. Meiner Leidenschaft, die Schönheit der Natur einzufangen und auf meinem Instagram Account mit anderen zu teilen. Waldhexe mit Zertifikat. Unter dem Namen Waldhexe läuft auch mein Blog.

Und hier kommt meine vierte Bestimmung, das Schreiben. Ich schreibe gerne meine Gedanken auf und veröffentliche diese in meinem Blog. Außerdem bin ich so ein kleiner „Rechtschreibpixelkacker“ und kann keinen Text lesen, ohne ihn zu scannen. Deswegen korrigiere ich nebenbei auch Texte, Blogs, Newsletter und Homepages. Ich liebe einfach das geschrieben Wort.

Mit dem Schreiben in meinem Blog hab ich angefangen, nachdem ich mir die Frage gestellt habe, was ich bewirken bzw. was ich hinterlassen möchte. Das geschriebene Wort bleibt und vielleicht wird mein Blog auch noch von nachfolgenden Generationen gelesen. Ich denke eher nicht, aber der Gedanke gefällt mir sehr und er gibt mir Mut, weiter zu schreiben. Es ist dieser Fussabdruck auf meinem Beitrgasbild (ehrlicherweise ist das Bild von meinem Mann) den ich hinterlassen möchte.

Die richtige Einstellung

Seit einem halben Jahr gehen wir jeden Samstag oder auch mal an einem Freitag zum schwimmen in den See. Es gehört mittlerweile zu unserem festen Ablauf dazu und ich möchte es nicht mehr missen. Außerdem habe ich die Atemübung nach Wim Hof und die tägliche zwei-Minuten-kalte-Dusche seit drei Monaten fest in meinem Alltag integriert.

Es ist für mich unglaublich motivierend und auch faszinierend, was man mit der richtigen Atmung und auch der richtigen Einstellung erreichen kann. Habe ich es am Anfang nur knappe 30 Sekunden geschafft nicht zu atmen, sind mittlerweile 90 Sekunden kein Problem mehr. Genauso verhält es sich mit der kalten Dusche. Von anfänglichen 30 Sekunden habe ich mich auf zwei Minuten gesteigert.

Jede Sekunde, die du schaffst, dich zu überwinden und länger durchzuhalten, ist eine Sekunde weiter in deiner Entwicklung. Du stärkst deine Willenskraft und baust etwas für die Zukunft auf. Es hört sich so banal an, aber genau so ist es.

Dieser ganze sogenannte technologische Fortschritt, der uns unser Leben leichter machen soll, sorgt meiner Meinung nach nur dafür, uns immer fauler und dümmer zu machen. Wir überlassen den Maschinen das Denken.

Natürlich nutze auch ich die Möglichkeiten, welche die moderne Technologie für einen bereit hält. Gerade wenn man schnell was „Googelt“ oder ich einen Text schreiben muss und keinerlei Inspiration habe. Was ich allerdings nicht so toll finde ist , wenn ich gar nicht mehr überlegen muss oder kreativ sein kann. Ein gutes Beispiel ist hier die KI, die einem mit ein paar Stichworten einen Text schreibt. Ich habe es selber auch ausprobiert und es ist schon faszinierend, wenn dir das Programm in ein paar Sekunden einen Text „zaubert“.

Für Menschen, die keine Zeit haben und schnell einen Text brauchen, oder aber auch für Menschen, die nicht so begabt darin sind, selber Texte zu entwerfen, ist das bestimmt eine tolle Möglichkeit. Für mich ist es allerdings nichts. Ich liebe die Kreativität hinter dem Schreiben. Sich Gedanken machen, überlegen und die richtigen Wörter finden. Das Ganze ist eine nette Spielerei, aber in meinen Augen ist es wieder dazu da, uns bequem zu machen.

Wir sind viel zu bequem geworden und mit jeder neuen Erfindung, die uns das Leben „leichter“ macht, gehen wir in unserer Entwicklung einen Schritt zurück. Wir können den ganzen Tag vor dem Handy sitzen und es interessiert niemanden, es passiert nichts. Wir benutzen unseren Körper und unseren Geist nicht mehr so, wie wir eigentlich könnten und wie es ursprünglich gedacht war. Wir müssen uns wieder stärker machen und unabhängiger von der ganzen Technologie, die uns umgibt.

Gerade die körperlichen Herausforderungen sind es, die uns fehlen. Seinen „inneren Schweinehund“ überwinden. Die wenigsten machen das heutzutage noch. Wie oft höre ich, wenn wir beim schwimmen waren: „das könnte ich nicht!“ Jeder kann das, man muss es nur wollen. Man muss die Herausforderung wollen, an der man wachsen kann, egal was es ist. Und daran hapert es. Warum sollte ich mich in ein drei Grad kaltes Wasser begeben, wenn ich zu Hause gemütlich auf der Couch liegen kann.

Es muss jeder selber für sich entscheiden, wie man sein Leben gestalten möchte. Aber ich kann dir sagen, dieses Glücksgefühl, nach dem Bad, oder was auch immer du geschafft hast, ist unbezahlbar und dafür lohnt es sich auf jeden Fall seine Bequemlichkeit zu überwinden. Denn, jede Sekunde, die du schaffst, dich zu überwinden, ist eine Sekunde mehr in deiner persönlichen Einwicklung.

Zwischen den Welten

Unser ganzen Leben werden wir nur auf Leistung getrimmt und auch daran bemessen. In unserer Gesellschaft zählt nur der etwas, der auch etwas vorweisen kann. Am besten natürlich das Abitur und ein abgeschlossenes Studium. Kinder, die sich in der Schule für die Hauptschule entscheiden, oder entscheiden müssen, weil sie oftmals dem Druck nicht standhalten, werden auch hier schon von ihren Mitschülern gemobbt.

Doch was sagen Noten über uns aus? Sind wir ein besserer Mensch, weil wir gute Noten haben? Ich denke nicht. Du kannst in Mathe eine eins haben, aber trotzdem ein Depp sein. Ein Straßenkehrer z.B. kann ein freundlicherer und anständigerer Mensch sein, als ein Professor, der von Sozialkompetenz keine Ahnung hat. Aber Noten und Erfolg ist das, was in unserer Gesellschaft einen Wert hat. Wenn du kein Studium oder zumindest eine vernünftige Ausbildung vorweisen kannst, zählst du nicht viel bzw. bist nicht viel wert.

Aber macht mich das als Mensch aus? Werde ich nur daran bemessen, was ich vorzuweisen habe? Was ist mit dem Rest von mir? Und was ist, wenn ich dieses Spiel nicht mehr mitspiele, wenn es mir egal ist, was andere von mir denken, weil ich „nur“ Hausfrau und Mutter bin? Oder wenn ich das tue, was mich erfüllt und nicht mehr das, woran ich bemessen werden kann? Das soll natürlich nicht heißen, das ich gegen das Lernen bin. Ganz im Gegenteil, aber ich bin der Meinung, jeder sollte das lernen dürfen, was seinem Potenzial entspricht und was ihn glücklich macht.

Wenn ich gefragt werde, was ich beruflich mache, gehe ich immer noch gerne in die Erklärung und Rechtfertigung. Schließlich bin ich ja gelernte Arzthelferin. Ich habe ja eine solide Ausbildung. Das ich in dem Beruf nicht mehr arbeiten kann und will zählt in dem Moment nicht. Ich kann etwas vorweisen, woran man mich messen kann. Eigentlich ist es mir tatsächlich egal, was die Leute von mir denken, aber anscheinend kann ich mich dem System doch noch nicht ganz entziehen. Aber ich arbeite daran.

Ich kenne viele, denen es genauso geht wie mir. Sie möchten aus diesem System ausbrechen, wissen aber nicht wie. Viele können es einfach auch aus finanziellen Gründen nicht. Hier ist dann oft der Burn out oder andere psychische Erkrankungen die letzte Station. Unsere Gesellschaft macht uns krank. Diejenigen, die es erkennen, fühlen sich oft alleine und verloren. Man traut sich kaum, offen darüber zu sprechen. Anders zu sein, passt nicht in diese Scheinwelt.

Für mich fühlt es sich so an, als ob ich zwischen zwei Welten lebe. Ich ziehe mich oft zurück, weil ich in meiner kleinen Welt einfach zufriedener bin. Zum Glück habe ich gute Freunde und einen tollen Ehemann, mit denen ich darüber reden kann und die genauso empfinden wie ich.

Lasst uns doch einfach uns selbst sein. Meine Tochter sagt immer so schön: „Die inneren Werte zählen.“ Und genauso ist es. Wir sind mit nix gekommen und genauso gehen wir auch wieder. Wichtig ist nur der Mensch, sein Charakter und seine Taten und nichts anderes.

Hypnose – Zauber oder Realität?

Was ist dran an den Geschichten über die Hypnose – mein Erfahrungsbericht

Heute möchte ich von meinen eigenen Erlebnissen berichten und vielleicht kann ich so bei dem ein oder anderen seine Zweifel oder Vorurteile gegenüber der Hypnose bei Seite räumen.

Seit 2007 litt ich an einer Allergie auf sämtliche Blütenpollen, die das ganze Jahr in der Gegend rumflogen. Es kam ohne Vorwarnung von heute auf morgen und es war, als ob ein kleines Männchen in meinem Immunsystem einen Schalter umlegte und meinem Körper befahl, ab jetzt sofort auf alle Pollen mit triefender Nase und tränenden Augen zu reagieren.

Zu allem Übel kam dann sehr starke Atemnot und im Laufe der Jahre Kreuzallergien auf Lebensmittel dazu. Für mich bedeutete dies keine Äpfel, Tomaten, Karotten, Nüsse und zum Schluss auch sämtliches Kernobst. Das Wartezimmer der Haut- und Lungenärzte wurde im Frühjahr zu meinem zweiten Zuhause. Mit der Zeit hatte ich sämtliche Therapien durch und irgendwann auch keine Lust mehr auf Cortison Spray, Antihistaminika und Nasenspray.

Dann bist du so verzweifelt, dass du wirklich jede Hilfe in Anspruch nimmst und nach jedem Strohhalm greifst. Das war der Zeitpunkt, als ich zur Hypnose kam.

In unserem damaligen Tauchclub gab es einen Informationsabend über Hypnose. Ein befreundeter Mittaucher Keith A. Minehart, ein ausgebildeter Hypnose Master, Coach und Mitglied im Deutschen Verband für Hypnose, leitete diesen Infoabend.

Dieser Abend machte mich neugierig auf die Chancen, die anscheinend hinter den Hypnosen stehen. In einem sehr interessanten Vortrag erzählte uns Keith wissenschaftlich fundierte Fakten und beantwortete sehr geduldig jede Frage der Teilnehmer. Er erzählte uns, dass wir einen entspannten Trancezustand jeden Tag erleben und dies eigentlich ganz normal ist, z.B. wenn wir ein spannendes Buch lesen, beim Autofahren oder bei Zugfahrten. Der Unterschied zwischen einer Hypnose und einer Trance ist, dass man bei der Hypnose durch einen erfahrenen Hypnotiseur ganz bewusst in diesen Zustand geführt wird.

Im Anschluss an diesen Vortrag konnten wir uns noch in eine Kurzhypnose bringen lassen. Spätestens hier wurde dann auch der letzte Skeptiker überzeugt, denn jeder stellte fest, dass man alles um sich herum wahrnimmt und man jederzeit die Hypnose abbrechen kann.

Ich entschloss mich daraufhin einen Termin für eine Sitzung auszumachen. Es gelang mir sehr schnell, nach einem ausführlichen Erstgespräch, mich zu entspannen. So konnten wir an den Auslösern meiner Allergien arbeiten. Innerhalb von nur einer Sitzung war ich meine Allergien los. Klingt unglaubwürdig? Ist aber tatsächlich bei mir so gewesen.

Ich benötigte ein Jahr später noch eine Nachbehandlung, doch ich bin jetzt, knapp fünf Jahre später, immer noch beschwerdefrei und benötige keinerlei Medikamente.

Für mich war diese eigentliche „Notlösung“ das Beste was mir passieren konnte. Es ist natürlich sehr wichtig, einen seriösen und fachlich kompetenten Hypnotiseur an seiner Seite zu haben.

Um nochmal auf meinen einleitenden Satz zurück zu kommen; dadurch, dass ich meine Allergien so „einfach“ losgeworden bin, ist die Hypnose für mich sowohl Zauber als auch Realität. Es ist schön zu wissen, dass die meisten Lösungen in uns stecken und wir sie nur finden müssen…. manchmal auch mit Hilfe eines anderen.

Neues Jahr – neue Chancen

Vor uns liegt ein neues Jahr, ein neuer Horizont mit unendlich vielen Möglichkeiten für uns und unseren Planeten. Wir sind doch alle auf der gleichen Reise hier auf der Erde und wir sind nicht hierher gekommen, um perfekt zu sein. Wir sollten das Leben genießen, leben, lieben und lachen. Wut, Hass und Schuld sollten keinen Platz haben. Wir sollten einander und uns selbst vergeben und vor allem nicht zu hart zu uns selbst und anderen sein. Keiner ist perfekt und Fehler geben uns die Möglichkeit zu lernen und zu wachsen.

Natürlich bin ich auch keine Heilige. Prinzipiell mag ich keine Menschen und schon gar keine großen Menschenansammlungen. Meiner Meinung nach ist der Mensch die dümmste Spezies auf diesem Planeten, obwohl so viel Potenzial in uns steckt. Viele Menschen sind voller wunderbarer Ideen, doch leider gehen sie oft zwischen den Menschen, die nur zu ihrem Vorteil leben, unter. Menschen, die anders sind, werden belächelt, klein gehalten oder verhöhnt. Aber ist nicht genau dieses anders sein so interessant? Macht uns das nicht zu Individuen?

Ich muss auch nicht alle Menschen mögen und alles gut finden. Aber wenn ich die Menschen aus meinem Umfeld mit Respekt und Liebe behandle, werden sie das hoffentlich auch tun und so kann Großes entstehen. Sei „mit-fühlend“ und freundlich zu anderen und auch zu dir selbst. Durch Verständnis und Liebe finden wir auch selber Glück und Frieden für unser Leben.

Versuche mit dem was du hast, das Beste daraus zu machen. Ich übe mich zum Beispiel jeden Abend in Dankbarkeit. Drei Dinge, für die ich dankbar bin. Jeden Tag. So weiß ich Kleinigkeiten zu schätzen und auch wert zu schätzen. Öffne dich und gib Heilung und Wachstum einen Raum in deinem Leben.

Vielen Menschen fehlt auch der Bezug zu sich selber und zum eigenen Körper. Sie leben viel zu sehr im Außen. Nur wenige gehen über ihre persönlichen Grenzen und erfahren, zu was ihr Körper eigentlich in der Lage ist. Seit einigen Wochen gehe ich mit meinem Mann zum schwimmen. Nein, nicht im Hallenbad, sondern in einem See. Anfangs war es tatsächlich eine Überwindung bei Temperaturen bis in den Minusbereich, aber mittlerweile freue ich mich jede Woche darauf. Dieses Gefühl danach, die Herausforderung, macht fast schon süchtig.

Zusätzlich mache ich noch eine spezielle Atemtechnik nach der Wim Hof Methode. Durch schnelles Atmen und Luft anhalten mit leeren Lungen bringst du deinen Körper dazu, sein Immunsystem hochzufahren, dein Energie Level erhöht sich und du fokussiertest dich auf dich und deinen Körper. „Seinen Körper das tun zu lassen, wozu der Körper in der Lage ist“. Diese Aussage von Wim Hof ist schon fast ein Mantra für mich, wenn meine Lungen atmen wollen und mein Kopf sich denkt, was soll der ganze Mist. Aber dann habe ich 90 Sekunden lang mit leeren Lungen nicht geatmet und es fühlt sich fantastisch an.

Wie gesagt, du musst nicht alle Menschen mögen und du musst auch nicht die Welt retten. Aber wenn jeder das macht, was in seinen Möglichkeiten steht, dann wird die Welt schon ein Stückchen heller und freundlicher. Nutzen wir das neue Jahr und vielleicht können wir das Ruder für unseren Planeten doch noch herum reißen.

Vogelmiere – eine kleine Wunderpflanze

Gerade jetzt im Winter ist es so wichtig, sich ausreichend mit Mineralien und Vitaminen zu versorgen, um diese kalte Jahreszeit gesund zu überstehen. Natürlich gibt es im Supermarkt allerlei Gemüse und Früchte, doch es gibt auch Wildkräuter, die wir das ganze Jahr über nutzen können. Eines davon ist die Vogelmiere.

Die Vogelmiere ist eine richtige Wunderpflanze. Sie überzeugt nicht nur durch ihr mildes Aroma, sie ist zudem noch eine starke Heilpflanze. Bei vielen Gärtnern wird sie allerdings eher als „Unkraut“ gesehen, denn sie verbreitet sich in ungenutzten Bereichen mit einem dichten Wuchs der dünnen Pflanzenstängel über den ganzen Boden. Eigentlich ist das ein gutes Zeichen, denn die Vogelmiere ist eine Zeigerpflanze. Sie liebt stickstoffreichen Boden und zeigt uns so, dass der Boden voller Nährstoffe ist. Auch kann sie als Mulchersatz und Schutz für den Boden vor dem Austrocknen dienen. So hält sie das Bodenleben gesund und sichert Dir eine reiche Ernte.

Eigentlich ist die Vogelmiere kaum zu verwechseln. Um aber ganz sicher zu sein, gibt es einige typische Erkennungsmerkmale. Sie ist ein Bodendecker, der bis zu 40 cm hoch werden kann. Ihre Stängel sind dünn, weich, rund und besitzen weiße Härchen, die in einer Linie am Stängel herablaufen. Die Blätter sind ca. zwei Zentimeter lang, oval und spitz zulaufend. Die Vogelmiere besitzt fünf weiße sternförmige Blütenblätter, die allerdings auf den ersten Blick so aussehen, als wären es 10.

Die Haarlinie ist auch ein eindeutiges Erkennungsmerkmal gegenüber dem leicht giftigen Ackergauchheil, mit dem man die Vogelmiere verwechseln könnte. Allerdings sind die Stängel beim Ackergauchheil vierkantig, aber wenn Du ganz sicher gehen möchtest, warte die Blüte ab . Die Blüten des Ackergauchheil sind rot oder blau.

Ihr lateinischer Name ist Stellaria media und sie gehört zur Familie der Nelkengewächse. Wie ihr Name Vogelmiere schon verrät, lieben Vögel sie und wissen das vitale Kraut zu schätzen. Deshalb wird sie in manchen Gegenden auch noch Hühnerdarm, Hühnerabbiss oder Sternenkraut genannt. Früher glaubten die Bauern, dass ihre Hühner mit der Vogelmiere mehr Eier legen würden.

Schon damals war man sich der Heilkraft der Vogelmiere bewusst. Sie fand äußerlich bei Wunden Verwendung und sogar Sebastian Kneipp verwendete das Kraut bei Husten oder Lungenleiden. Heute weiß man, dass die Vogelmiere Saponine enthält. Das sind schleimlösende Wirkstoffe. Außerdem regt sie den Stoffwechsel an, wirkt entgiftend, blutreinigend und harntreibend, fördert die Verdauung, senkt den Cholesterinspiegel und kann bei vielerlei Hautproblemen zum Einsatz kommen.

Ihr Reichtum an Mineralien und ihr Vitamin C Gehalt ist allerdings fast unübertroffen. Dieser ist mit 115 mg pro 100 g viel höher als bei vielen Gemüsesorten. Im Vergleich zu Kopfsalat hat die Vogelmiere doppelt so viel Kalzium, dreimal so viel Magnesium und Kalium und siebenmal so viel Eisen! Der Vergleich mit dem Chinakohl ist sogar noch extremer. Hier hat sie 14 mal so viel Eisen, viermal so viel Kalium und dreimal so viel Magnesium. Dank dieser ganzen Inhaltstoffe kann sie auch gegen viele Mangelerscheinungen helfen, wie z.B. bei der Frühjahrsmüdigkeit.

Also, anstatt die Pflanze auszureißen und auf den Kompost zu werfen, solltest Du Dein Mineralstoffdepot damit auffüllen. Auch für Haut, Nägel und Haare ist gesorgt, denn auch die Kieselsäure ist reichlich enthalten.

Sobald der Boden frostfrei und das Kraut grün ist, kannst Du die Vogelmiere ernten und entweder frisch in Salaten, Smoothies oder Suppen verwenden oder getrocknet als Tee. Verwendet wird das ganze oberirdische Kraut, Blüten und Samen. So gesund und lecker die Vogelmiere auch ist, sollte sie jedoch nicht in zu großen Mengen verzehrt werden. Gerade bei Menschen mit empfindlichen Magen kann der Saponin Gehalt den Magen reizen.

Um einen Tee herzustellen, benötigst Du einen Esslöffel Vogelmiere und übergießt dies mit 250 ml kochendem Wasser und lässt das Ganze 10 Minuten ziehen. Den Tee kannst Du äußerlich auch für Umschläge bei Ekzemen oder anderen Hautproblemen verwenden. Die Umschläge haben eine entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung.

Du kannst aus der Vogelmiere auch ein Heilöl für entzündliche Hautprozesse und Hautreizungen herstellen. Dafür wird das Kraut klein geschnitten, in ein Schraubglas gegeben und mit einem hochwertigen Oliven- oder Mandelöl aufgefüllt, so dass das Kraut ganz bedeckt ist. Das Ganze muss nun mindestens sieben Tage bei Zimmertemperatur ziehen. Du solltest es täglich schütteln, um Schimmelbildung vorzubeugen. Anschließend wird das Öl abgeseiht und an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahrt. Das Öl ist so lange haltbar, wie das Mindesthaltbarkeitsdatum von dem Öl, welches Du verwendet hast.

HINWEIS!!!!!!

Wer gegen die Vogelmiere oder Nelkengewächse allergisch ist, darf diese natürlich nicht verwenden. Die auf meinem Blog getroffenen Wirkungsweisen dienen nur der Information. Ich gebe keinerlei Heilversprechen zur Linderung und/oder Behandlung von Erkrankungen oder gesundheitlicher Probleme ab oder verspreche auch sonst nichts. Das Verwenden der Rezepte oder ähnliches geschieht auf eigene Gefahr.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Die Tage zwischen den Jahren eignen sich für mich immer hervorragend, um einfach mal nichts zu tun. Auf der Couch zu liegen und einen guten Film anzuschauen. So haben wir es auch heute gemacht. Wir haben uns einen neuen norwegischen Film angeschaut, in dem es um ein Fabelwesen der nordischen Mythologie geht. Einen Troll. Allerdings war dies für mich ein trauriger Film. Der Mensch zerstört die Natur, erweckt einen Troll aus dem Schlaf und überlegt sich dann, wie man ihn töten kann.

Aber so ist der Mensch schon immer gewesen und so machen wir das immer. Einfach machen, weil man es machen kann, anstatt zu überlegen, ob man es auch machen müsste und ob es vielleicht auch andere Alternativen gibt. Wir denken, wir stehen über allem und verhöhnen die Natur.

Die Gletscherschmelze, die nicht mehr aufzuhalten ist, egal, was wir jetzt noch tun, kommt in den Nachrichten nur als kurze Randnotiz vor, zwischen 50 Jahre Sesamstraße und dem Wetter. So als ob das alles gar nicht mehr so schlimm und wichtig wäre. Ist es wohl auch nicht mehr, denn wenn dieses lästige Eis endlich weg ist, kommt man schneller an die ganzen Bodenschätze ran, die darunter verborgen liegen. Von den Mengen CO2, die unter dem Eis gespeichert sind, redet auch irgendwie keiner. Was für Konsequenzen das alles hat und wie sich das schlussendlich auf uns auswirkt, interessiert die Verantwortlichen nicht. Hauptsache der Rubel, oder welche Währung auch immer, rollt.

Wir laufen sehenden Auges auf die ganze Misere zu und regen uns lieber über das Gendern auf oder ob das jetzt noch der Mohrenkopf oder das Jägerschnitzel heißen darf. Zwischendrin wird uns eine äußerst fragwürdige Fußball WM hingeworfen, frei nach dem Motto von Julius Cäsar: „Gebt ihnen Brot und Spiele“ und der Mob ist wieder für eine kurze Zeit ruhig.

Allerdings denke ich nicht, und das ist jetzt keine Schwarzmalerei, dass wir daran noch etwas ändern können. Ich bin der festen Überzeugung, alles was sich hier auf der Welt entwickelt, ist gewollt. Und nein, ich bin keine Querdenkerin. Oder vielleicht doch? Querdenken, oder einfach mal nachdenken und hinterfragen.

Nichts desto trotzt werde ich mich auch weiterhin an der Schönheit der Natur erfreuen und sie mit Respekt behandeln, denn die Hoffnung stirbt zuletzt.

Hoffnung

Die Hoffnung ist ein zweischneidiges Schwert.

Wie Licht und Dunkelheit.

Trotz der Hoffnung sind wir nicht überzeugt.

Was hat Hoffnung dann für einen Wert?

Dennoch,

in der Hoffnung zeigt sich ein Licht,

nichts scheint verloren.

Hoffnung,

ich behalte dich nicht für mich.

Reiche das Licht weiter.

Doch wieviel Licht, wieviel Hoffnung bleibt für mich?

Siegt am Ende das Licht über die Dunkelheit,

die Hoffnung über die Hoffnungslosigkeit oder umgekehrt?

Es bleibt die Hoffnung.

Miriam Mohr

Verrückte Welt

„Und dann habe ich gelernt, dass der spirituelle Weg nichts damit zu tun hat, nett und freundlich zu sein. Es geht darum, echt und authentisch zu sein. Grenzen zu haben. Zuerst den eigenen Raum zu ehren und zu respektieren und dann den von anderen. Und in diesem Raum der Selbstfürsorge kann Freundlichkeit ganz von selbst entstehen. Sie fließt einfach – nicht aus Angst, sondern aus Liebe.“ Michelle Olak

Eigentlich bedarf es nach diesem Zitat keiner weiteren Worte. Es entspricht genau meiner Einstellung und meiner Philosophie vom Leben. Allerdings passiert hier gerade so viel Mist, menschlich, wirtschaftlich und politisch, dass es schwierig ist, seiner Linie treu zu bleiben und sich da nicht mit rein ziehen zu lassen. Ich habe das Gefühl, und vielleicht geht es Dir ja auch so, dass sich eine Aufspaltung der Gesellschaft zeigt.

Auf der einen Seite gibt es Menschen, die versuchen einen klaren Blick zu behalten und sich nicht in diesem Strudel mitreißen zu lassen. Auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die in dem sogenannten Mainstream mitschwimmen, sich Angst machen lassen und gar nicht erst versuchen, Dinge zu hinterfragen. Wird schon alles seine Richtigkeit haben.

Ich versuche auch, einen klaren Blick zu behalten und fokussiert zu bleiben. Es ist aber tatsächlich schwer, gerade wenn man um 20 Uhr die Nachrichten einschaltet. Du wirst von negativen Schlagzeilen geradezu überrollt. Oft kann ich es mir gar nicht bis zum Ende anschauen, für mich ist es manchmal kaum zu ertragen.

Derzeit gibt es auf 5 von 7 Kontinenten Kriege und Konflikte. Aber in den Nachrichten hören wir nur von der Ukraine. Natürlich ist das sehr schlimm, was da passiert, gar keine Frage. Kriege sind immer schlimm und gehen meistens auf Kosten der armen Bevölkerung. Man sagt, wir sollen uns solidarisch mit den Menschen dort zeigen und kalt duschen gehen, aber ist irgendjemand aus Solidarität mit den afghanischen Frauen nicht mehr in die Schule gegangen, nachdem die Taliban nach Abzug der internationalen Truppen jetzt eine absolute Schreckensherrschaft ausüben und Frauen dort gar keine Rechte mehr haben? Menschen werden auf der ganzen Welt unterdrückt und ermordet, aber unser Fokus liegt nur auf der Ukraine. Warum? Weil es so nah an unserer Grenze ist? Weil wir uns akut selber bedroht fühlen? Das kann ich noch nachvollziehen. Was ich allerdings nicht mehr nachvollziehen kann, ist die Doppelmoral unserer Politiker.

Ich habe mich in letzter Zeit viel mit den Themen Obdachlosigkeit und sammeln für Bedürftige beschäftigt und auch aktiv geholfen. Nicht weil gerade Weihnachten ist und unsere Herzen in dieser Zeit sehr offen und spendabel sind, sondern weil ich eben diese Aufspaltung in unserer Gesellschaft sehe.

Beim durch Zippen des Abendprogramms vor ein paar Tagen im Fernsehen sind wir bei der Spendengala für ein Herz für Kinder kurz stehen geblieben. Bei der Verkündigung der eingegangen Spenden ist uns erst mal kurz die Kinnlade nach unten gefallen. Sage und schreibe 24 Millionen Euro sind im Laufe dieses Abends zusammen gekommen. 24 Millionen!!! Diese Zahl muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Und dann sagte ein Prominenter, der da am Telefon saß und Spenden entgegen nahm, mit nur einem Euro am Tag, bekommt man eine ganze Familie in Madagaskar satt. Dann höre ich, dass die Welthungerhilfe, die übrigens 1962!!! gegründet wurde, (also vor 60 Jahren!!) 2021 77,5 Millionen Euro an Spenden eingenommen hat. Dazu kommen noch 229 Millionen Euro institutionelle Zuschüsse!!! (lt. Jahresbericht Welthungerhilfe) So viele Ausrufezeichen kann ich hier gar nicht setzten. Kann mir das bitte mal einer erklären? Eine Institution, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Hunger auf der Welt zu bekämpfen. Eine Institution, die seit 60 Jahren besteht und jedes Jahr Millionen Euro an Spenden einkassiert? Was läuft da schief?? Meine Tochter meinte daraufhin ganz trocken, dass sei doch so gewollt. Und recht hat sie, anders kann ich mir das auch nicht erklären.

Und da sind wir wieder bei der Aufspaltung der Gesellschaft. Im Moment habe ich das Gefühl, es existieren zwei unterschiedliche Welten und diese Aufspaltung schreitet immer rascher voran.

Was also tun? Ich denke, ich werde versuchen auch weiterhin meiner Linie treu zu bleiben, auch weiterhin Dinge kritisch hinterfragen, vielleicht auch mal quer, in eine andere Richtung, denken? Und am Wichtigsten, einfach echt und authentisch bleiben.

Das Fest der Liebe

Bald ist es wieder soweit, das Fest der Liebe, auch Weihnachten genannt. Aber brauchen wir dazu einen bestimmten Tag? Sollte nicht jeder Tag ein Fest der Liebe sein? Oder erinnern wir uns nur an diesen Tagen an die Liebe?

Wenn ich mich mit Freunden und Bekannten unterhalte, haben wir alle das Gefühl, dass die Menschen immer egoistischer werden. Gerade Leute, die z.B. in Geschäften arbeiten, stöhnen immer mehr unter dem Egoismus ihrer Kunden. Jeder denkt nur an sich. Prinzipiell finde ich das auch richtig. Ich denke, man kann nur was weitergeben (in dem Fall die Liebe), wenn man selber glücklich und zufrieden ist. Allerdings ist dieses „Ich zuerst“ nicht in Ordnung, wenn es auf Kosten anderer geht.

Warum ist aber die Hilfsbereitschaft und die Bereitschaft etwas zu spenden gerade an Weihnachten so groß? Hat es was mit der angeblichen (ist ja nicht bewiesen) Geburt Jesus zu tun? Wollen die Menschen hier was zurückgeben, weil er für uns am Kreuz gestorben sein soll? Ich kann es mir eigentlich nur so erklären. Denn das restliche Jahr sind die Menschen nicht so großzügig und kaum einer denkt an den anderen. Will man an Weihnachten also etwas gutmachen oder sein schlechtes Gewissen beruhigen?

Ich war noch nie ein Freund von dem, was alle anderen machen. Auch Muttertag und Vatertag stehen bei mir nicht extra im Kalender. Warum werde ich am Muttertag für meine Leistung als Mutter mit Geschenke und Blumen belohnt, wenn die restlichen 364 Tage unbeachtet bleiben? Meiner Meinung nach ist das nur eine Erfindung der Schokoladen- und Floristikindustrie. Ich liebe meine Kinder ja auch nicht nur am Weltkindertag, sondern tatsächlich das ganze Jahr über.

Vielleicht hat die Sanftmütigkeit der Menschen an Weihnachten auch etwas mit der ganzen Stimmung zu tun, die in dieser Jahreszeit herrscht. Kerzenschein, Schneeflocken fallen leise auf die Erde nieder und alle verfallen in diese „Ich liebe alle“ Stimmung.

Aber bitte nur an Weihnachten. Die Adventszeit vorher schaut schon wieder ganz anders aus. Hier strömen die Menschen hektisch in die Stadt, auf der Suche nach perfekten Geschenken. Jeder ist gestresst und genervt. Aber ein Besuch auf dem überfüllten und überteuerten Christkindlesmarkt gehört trotzdem dazu. Dann noch schnell ein Selfie posten, damit unsere „Follower“ sehen, wie entspannt wir sind.

Die Wirklichkeit schaut aber tatsächlich anders aus. Aber warum unterwerfen wir uns dem Ganzen? Warum hört nicht jeder in sich rein und tut das, was sich für ihn gut anfühlt? (Und keiner kann mir weismachen, dass es sich gut anfühlt, wenn man sich durch die Menschenmassen quetscht).

Vor allem sollten wir auf unsere innere Intuition hören und das tun, was sich für uns stimmig anfühlt. Ich bin der Meinung, nur so können wir uns wohlfühlen und auch das ganze Jahr über Anderen Liebe weitergeben…. nicht nur an Weihnachten.